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Monats-Archive: Mai 2015

Arbeiterkammer Wien stellt fest: Girokonten in Österreich teils viel zu teuer

Will ein österreichischer Normalnutzer ein Girokonto eröffnen, sollte er auf der Hut sein. Denn eine aktuelle Studie der AK Wien hat ergeben, dass es bei den Kosten für ein Girokonto bei uns weit auseinander geht:

Fast 300 Euro Unterschied bei den jährlichen Gesamtspesen

brachte der AK Test unter mehr als 40 Girokonten zutage – wenn man 280 Buchungen im Jahr durchführt.

Gar nichts kostet so ein Gehaltskonto bei der Easybank und bei Direktanlage.at. Mehr als 150 Euro pro Jahr beispielsweise bei Bank Burgenland oder Austrian Anadi Bank. Den Vogel schoss dass BTV-Gehaltskonto der Bank für Tirol und Vorarlberg ab: Hier werden pro Jahr ganze 293 Euro an Spesen fällig! Im Schnitt betragen bei einem Girokonto in Österreich die Spesen pro Jahr rund 88 Euro.

Konto überziehen ist meist teuer

Die großen Unterschiede ergeben sich meist aus den sehr unterschiedlichen Spesen bei der Kontoüberziehung. Zwischen recht bescheidenen 4,60 Prozent (Fair-Konto der Austrian Anadi Bank) und über 13 Prozent (BAWAG P.S.K, UniCreditBank Austria, VakifBank) müssen Konsumenten fürs Geld leihen am Konto berappen – im Schnitt sind es immerhin ganze 11 Prozent.

Auf Bares gibt es kaum Zins

Weiters ist die magere Verzinsung auf das Guthaben am Konto für die oft schlechte Spesenbilanz verantwortlich. Maximal 0,3 Prozent Zins gibt es, wenn man das Konto im Plus stehen hat. Viele Banken zahlen nur 0,01 Prozent oder gar nichts, wie die Hypo Tirol Bank, Erste Bank oder die Bank für Tirol und Vorarlberg.

Bankomatkarte im Ausland treibt Spesen nach oben

Und: Gerade wer seine Bankomatkarte im Ausland benutzt, staunt oft über die Spesen nicht schlecht. Nach Angaben der AK Wien werden Barabhebungen am Bankomaten außerhalb der Euro-Zone mit 0,75 Prozent des Betrages plus 1,82 Euro verrechnet. Wird mit der Bankomatkarte bezahlt, betragen die Spesen 0,75 Prozent der Summe plus 1,09 Euro, so die Erhebungen der AK.

Giro- oder Gehaltskonten oft kompliziert

Insgesamt sind die Kosten bei Giro- und Gehaltskonten oft schwer durchschaubar, stellt die AK in ihrem Test aus dem März fest. Viele Kürzel und Fachbegriffe verwirren die Konsumenten, moniert die AK. Preisaushang und klare Preisinformationen im Internet bei den Banken fehlen oft. Auch in Sachen Basiskonto tut sich offenbar in Österreich bei vielen Banken noch nicht viel. E gibt schlicht keines im Angebot.
Grund: Den Rechtsanspruch auf ein Girokonto einer EU-Richtlinie aus dem Vorjahr muss in Österreich erst bis 2016 gesetzlich eingeführt werden.

Tipps für Konsumenten

Was sollen also Konsumenten tun, die als Normalnutzer auf der Suche nach einem günstigen Girokonto sind oder ihr Konto wechseln wollen?

  • zu allererst alle Spesen und Zinsen genau vergleichen
  • über Zinsen für Guthaben und Überziehungen mit der Bank verhandeln
  • keine größeren Geldbeträge am Konto parken
  • möglichst für ausreichend Deckung am Girokonto sorgen
  • bei permanenter Überziehung des Kontos auf einen günstigen Online-Kredit umschulden
  • Barbehebungen oder Bareinzahlungen am Schalter oder per Zahlschein vermeiden
  • bei Konten mit Pauschalverrechnung und Einzelpreisverrechnung kosten für Buchungen genau beachten
  • Spesen für die Bankomatkarte – gerade im Ausland – im Auge behalten

TIPP: Günstiges Girokonto und Gehaltskonto per Online-Vergleich

Bevor Sie sich für ein neues Girokonto oder Gehaltskonto entscheiden, machen Sie einen Vergleich im Online-Rechner. Hier finden Sie das für Sie passende Konto mit den geringsten Spesen.

 

 

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