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Wertverlust

Sparzinsen und einen Spar-Verlust machen

Die aktuellen Zinsen sind nach wie vor sehr niedrig. Für alle Kreditnehmer ist die derzeitige Situation natürlich sehr angenehm. Wenn die Zinsen niedrig sind, muss man auch weniger Zinsen für seinen Kredit bezahlen.

Aber auch die Sparzinsen sind sehr niedrig. Das Sparbuch wirft in diesem Jahr nicht viel an Zinsen ab. Mit den derzeitigen Sparzinsen macht man nicht viel Rendite. Ganz im Gegenteil. Wenn man es genau nimmt, verliert man dabei sogar!

Die Inflationsrate beträgt 2010 in Österreich ca. 1,8 Prozent. Wenn man nun nach sieht, wieviel Zinsen man auf einem Sparbuch bekommt, dann wird man dies leider nicht bekommen. Für ein täglich fälliges Sparbuch oder Online-Sparkonto bekommt man max. ca. 1,5 Prozent. Vor der KESt! Das heißt, es werden von diesen 1,5 Prozent Sparzinsen noch 25 % KESt abgezogen. Zieht man von diesem Zinsertrag dann die Inflationsrate von 1,8% ab, so kommt ein Minus heraus. Das heißt, das Geld wird weniger wert.

Nächstes Jahr soll die Inflationsrate über 2 % betragen. Die Notenbanken machen aber nachwievor keine Anstalten, dass diese die Leitzinsen anheben werden. Somit bleiben auch die Sparzinsen im Keller und wenn wir die Inflationsrate wieder von unserer Sparbuch-Rendite abziehen, wird das Minus nur noch größer.

Mit einem Sparbuch wird man also derzeit nicht reich. Trotzdem ist die Sparquote in Österreich derzeit sehr hoch. Die Leute sind unsicher. Das Sparbuch ist eine sichere Angelegenheit und die Einlagensicherung beträgt in Österreich 100.000 Euro.

Will man höhere Renditen erreichen, so muss man ein höheres Risiko eingehen. Dies bedeutet, dass man sich etwas anderes als das Sparbuch suchen muss. Anlageformen mit einem höheren Risiko sind Staatsanleihen, Aktien, Unternehmensanleihen und noch vieles mehr.

Wichtig ist bei Anlageformen mit höherem Risiko, dass man sich gut informiert und man auch weiß und versteht, was man mit seinem Geld unternimmt.

Warum die Finanzkrise die Sparbuch-Zinsen wieder attraktiv macht?

Es vergeht derzeit kein Tag, an dem es keine Negativschlagzeilen zu den Themen Finanzkrise oder Bankenkrise in den Medien gibt.

Herr und Frau Österreicher werden durch diese Meldungen stark verunsichert und beim Sparen immer vorsichtiger. Wer derzeit in risikoreiche Anlageformen investiert, kann möglicherweise viel gewinnen aber auch sehr viel verlieren. Zweiteres wollen natürlich viele soweit es geht verhindern.

Als sicherer Hafen für das Geld der Österreicher erlebt das klassische Sparbuch derzeit einen regelrechten Boom. Die Sparbuch-Zinsen für das Tagesgeld sind in den letzten Monaten gestiegen, einige Online-Banken werben bereits mit Zinsen von bis zu 5% für ein Online-Sparbuch.

Wird beim Sparbuch eine Bindefrist für die Spareinlagen vereinbart, kann man dadurch nochmals bessere Sparbuch-Zinsen aushandeln. Ein sehr interessantes Detail dabei ist, dass aktuell bei einer Bindung von 12 Monaten zum Teil höhere Zinsen geboten werden, als bei längeren Bindefristen wie beispielsweise 18 oder 24 Monaten.

Decken die Sparbuch-Zinsen die hohe Inflation ab?

Aufgrund der aktuell sehr unsicheren Lage am Finanzmarkt sagen sogar Finanzexperten, dass man sich damit zufrieden geben muss, das Kapital ohne Wertverlust erhalten zu können.

Seitens der Statistik Austria wurde die Inflation im August 2008 mit 3,7% beziffert. Berücksichtigt man beim Vergleich der Inflation mit den Sparbuch-Zinsen auch noch die Kapitalertragssteuer, so wären derzeit Zinsen in der Höhe von 4.93% notwendig (Berechnung 3,7/0,75), um zumindest keinen Wertverlust zu generieren.

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