NEBENJOB und HEIMARBEIT – Möglichkeiten zum Geld verdienen, Geld sparen und Finanzprodukte auf dem Prüfstand

Monats-Archive: Oktober 2008

Fremdwährungskredit – Was soll ich tun?

Jeder Häuselbauer hat sich in den letzten Jahren bei der Finanzierung seines Eigenheimes sicher auch einen Fremdwährungskredit angesehen. Eine österreichische Spezialität stellt sicher der Fremdwährungskredit in Schweizer Franken dar.

Gerade in der derzeitigen Phase der Finanzkrise hat sich das Bild beim Fremdwährungskredit gewandelt. In Österreich werden Sie vermutlich derzeit bei keiner Bank einen Fremdwährungskredit mehr bekommen. Das Währungsrisiko hat sich sehr stark erhöht und die Banken legen den Kunden nahe, auf Euro-Kredite umzusteigen.

Fremdwährungskredite in Franken haben in den letzten Jahren sicher geholfen, Geld zu sparen, jedoch scheint es derzeit so, als ob die Zeit der CHF Fremdwährungskredite vorbei ist.

Wie funktioniert ein Fremdwährungskredit?

Bei einem Fremdwährungskredit handelt es sich um einen Kredit, der in einer ausländischen Währung, wie zum Beispiel Schweizer Franken oder Yen, abgeschlossen wird. Die Auszahlung erfolgt in Euro, die Kreditschulden lauten jedoch auf eine Fremdwährung.

In der Regel sind Fremdwährungskredite auch endfällige Kredite. Das bedeutet, dass der Kredit nicht monatlich oder pro Quartal zurückgezahlt wird, sondern am Ende der Laufzeit mit einer einzigen großen Rate. Angespart wird das Geld in Form eines Tilgungsträgers, welche oftmals auch in riskobehaftete Anlageformen wie Aktien investiert sind. Ziel eines Tilgungsträgers wäre es, dass am Ende der Kreditlaufzeit mehr Kapital angespart werden konnte, als für die Tilgung des Fremdwährungskredites erforderlich ist. Wenn an den Börsen die Aktien so wie in den letzten Wochen massive Verluste vorweisen, kann es für so manchen Häuselbauer eng werden, wenn es um die Rückzahlung des endfälligen Fremdwährungkredits geht.

Gerade jetzt wird es wieder klar deutlich, dass Fremdwährungsfinanzierungen Spekulationsgeschäfte sind!

Was sollte man nun mit einem Fremdwährungskredit tun?

In der derzeitigen Phase der Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist dies eine schwierige Frage, da man sicherlich nicht pauschal beantworten kann. Sollten Sie einen Fremdwährungskredit laufen haben, so ist es wichtig, nicht überhastet zu reagieren. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Bank. Oftmals finden Sie eine gemeinsame Lösung. Unterstützung und Informationen bekommen Sie auch bei der Arbeiterkammer.

13. Familienbeihilfe soll in Österreich Anfang November ausbezahlt werden

Ende September, kurz vor der Nationalratswahl, habe sich die Parteien im Parlament zusammengerauft, und den VP-Antrag zur Erhöhung der Familienbeihilfe abgesegnet. Somit bekommen alle Familien in Österreich die Kinderbeihilfe vom Finanzamt ein 13. Mal ausbezahlt.

Für das heurige Jahr 2008 wird diese Beihilfe rückwirkend gewährt. Laut Information vom BMGFJ wird voraussichtlich Anfang November 2008 eine Extrazahlung in der Höhe der bereits im September ausbezahlten Familienbeihilfe durchgeführt.

Familienbeihilfe Familie Österreich

(Foto: aboutpixel.de © Robert Marggraff)

Familien in Österreich können sich über das zusätzliche Geld freuen. Ein eigener Antrag für diese 13. Familienbeihilfe ist nicht notwendig; die Auszahlung erfolgt automatisch.

Weltspartag ist 2008 am Freitag, 31. Oktober 2008

Wenn Sie derzeit den Wirtschaftsteil der Zeitung aufschlagen, so lesen Sie von einer Bankenkrise nach der anderen, Unternehmen die in finanzielle Schwierigkeiten geraten oder börsennotierten Unternehmen, bei denen der Aktienkurs in den Keller gefallen ist.

Die Österreicher sind dadurch vorsichtiger geworden und sparen wieder mehr, als in den Monaten und Jahren davor. Das Sparbuch hat dabei an Beliebtheit dazu gewonnen. Noch dazu, wo nun der österreichische Staat für die eingelegten Gelder zu 100% garantiert.

Die beliebtesten Sparformen in Österreich sind …

– Bausparvertrag

– Sparbuch

– Lebensversicherung

Weitere Sparformen: Grundstücke, Pensionsvorsorge, Investmentfonds, Private Zusatzpension, Aktien, Gold, Münzen und so weiter.

weltspartag2008

(Bild: aboutpixel.de © Astraios)

Den Weltspartag gibt es seit 1925. Das Ziel vom Weltspartag war damals wie heute, die Leute zu ermutigen, finanzielle Reserven anzulegen und an die Zukunft zu glauben. Heute wird die Kundentreue bei den Banken mit kleinen Geschenken versüßt.

Rauchen aufhören – Gesundheit schonen und viel Geld sparen

„Ich will mit dem Rauchen aufhören – aber wie kann ich das schaffen?“

Genau diese Frage stellen sich viele Raucher immer wieder, doch nur darüber nachzudenken und gute Vorsätze zu schmieden ist zu wenig um dauerhaft Nichtraucher zu werden.

Die Frage „Warum rauche ich?“ kann sehr aufschlussreich über den Raucher-Typ sein. Ist es Stress, weil es cool ist, weil andere auch rauchen, weil ich schon immer rauche, weil ich es brauche, weil es mir schmeckt, weil ich sonst keine Pausen bei der Arbeit mache, weil mir langweilig ist, usw. Den Grund oder die Kombination aus Gründen kennt jeder selbst am besten.

Es gibt aber auch Gründe, warum man mit dem Rauchen aufhören sollte. Hierzu zählen beispielsweise gesundheitliche oder auch finanzielle Aspekte.

Warum soll ich mit dem Rauchen aufhören?

Der wichtigste Punkt sollte sein „WEIL ICH ES WILL!“
Ohne es wirklich zu wollen, sind die Versuche mit dem Rauchen aufzuhören in der Regel von Misserfolg gekrönt.

!!! ACHTUNG !!! Alle die nicht fest entschlossen sind mit dem Rauchen aufhören zu wollen, sollten nun diese Seite verlassen. Weiterlesen wäre nur Zeitverschwendung.

Der zweitwichtigste Punkt, warum man mit dem Rauchen aufhören sollte, ist ganz klar die Gesundheit. Überzeugte Raucher (zu dieser Gruppe gehörte auch ich einmal) wollen dieses Argument nicht wirklich hören und verdrängen die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen. Die Kreativität bei den Ausreden und Gegenargumenten ist teilweise bewundernswert, insgeheim ist aber vielen klar, dass sie sich nur selbst anlügen.

Ein weiterer Aspekt sind die Kosten für die Zigaretten und allen damit verbundenen Folgekosten. Hierbei handelt es sich jährlich um beachtliche Beträge, welche so manch andere Investition für das tägliche Leben ermöglichen könnten, anstatt als blauer Dunst in Luft aufzugehen. Man wirft ja auch nicht einfach Bargeld zum Fenster hinaus, oder doch?

Wie viel Geld kann ich mir sparen, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre?

Die Einsparungsmöglichkeiten hängen auf den ersten Blick direkt von der verbrauchten Menge der Zigaretten ab. Für unsere Berechnungen nehmen wir einen Durchschnittswert von 3,80 Euro pro 20 Zigaretten an, der tatsächliche Zigarettenpreis kann jedoch in Abhängigkeit der Marke nach oben oder unten variieren.

10 Zigaretten/Tag => 3650 Zigaretten/Jahr => 693,50 Euro/Jahr
20 Zigaretten/Tag => 7300 Zigaretten/Jahr => 1387,00 Euro/Jahr
30 Zigaretten/Tag => 10950 Zigaretten/Jahr => 2080,50 Euro/Jahr
40 Zigaretten/Tag => 14600 Zigaretten/Jahr => 2774,00 Euro/Jahr

Das Einsparungspotential ist offensichtlich enorm. Folgenkosten, egal ob direkt oder indirekt, die auf das Rauchen zurückzuführen sind (wie beispielsweise Arztrechnungen, Einkommensausfall aufgrund Krankheit, …) sind noch extra zu beachten, sind aber für eine beispielhafte Berechnung schwierig zu schätzen.

Wie schaffe ich es, mit dem rauchen aufzuhören?

Es gibt mittlerweile eine große Anzahl von Produkten wie z.B. Nikotinkaugummi oder Nikotinpflaster, die bei der Raucherentwöhnung unterstützend wirken können. All diese Hilfsmittel (dieses Wort ist sehr bezeichnend) können nur einen Stütze sein, um das Ziel zu erreichen.

Wer ernsthaft mit dem rauchen aufhören will, der muss seinen „Schalter“ im Gehirn umlegen.

Viele Ex-Raucher bestätigen diese Aussage immer wieder. Es ist immer interessant, was die Menschheit alleine durch einen eisernen Willen erreichen kann.

Sehr viele positive Stimmen hört man immer wieder über das Buch „Endlich Nichtraucher“ von Allen Carr. Ich selbst habe vor einigen Jahren ebenfalls durch dieses Buch meine Sucht an den Nagel gehängt, seither ist das Rauchen bzw. das Nichtrauchen kein Problem mehr für mich.

Vergleicht man den Preis des Buches mit den jährlichen Kosten für Zigaretten, so ist es für viele wohl eine überaus sinnvolle Investition, denn es kostet weniger als 3 Packungen Zigaretten.

Ganz wichtig!!! Rauchen Sie einfach weiter, bis Sie das Buch bis zur letzten Seite gelesen haben!!!

Der eiserne Wille und 100% Entschlossenheit endlich mit dem rauchen aufhören zu wollen, sind der Schlüssel zum Erfolg. Es lohnt sich nicht nur des Geldes wegen. Die Gesundheit ist ein wertvolles Gut, geht sorgsam damit um.

Wie Trickbetrüger durch die Bankenkrise zu frischem Bargeld kommen

Es ist schon schlimm genug, wenn man daran denkt wie viel Geld durch die Bankenkrise in den letzten Wochen und Monaten an den internationalen Finanzmärkten regelrecht vernichtet wurde und wie verunsichert die kleinen Sparer dadurch zum Teil sind.

Viel schlimmer ist jedoch, dass Trickbetrüger nun genau diese Verunsicherung schamlos ausnutzen, um an das hart ersparte Geld der kleinen Sparer zu kommen.

Bei unseren Nachbarn in Deutschland warnt der Weisse Ring vor dreisten Betrügern, welche die Opfer telefonisch kontaktieren und sich als Bankangestellte oder Finanzbeamte ausgeben. Dabei wird behauptet, dass die Zahlungsunfähigkeit der Hausbank unmittelbar bevorsteht und man schnellstmöglich das gesamte Geld abheben soll.

Nachdem die Opfer unter der Beobachtung der Betrüger das Geld nach Hause geholt haben, wird mit einem Trick versucht in die Wohnung oder in das Haus zu kommen und das Bargeld skrupellos zu stehlen. Beispielsweise meldet sich ein Handwerker oder ein Mitarbeiter des Strom- oder Gasanbieters, dass eine nicht routinemäßige Überprüfung notwendig wäre.

Lassen sie sich nicht täuschen oder zu einer unüberlegten Handlung verleiten. In Deutschland sowie auch in Österreich gibt es mittlerweile eine 100%ige Einlagensicherung für Spareinlagen auf Sparbüchern oder Konten. Sollte die Hausbank wirklich zahlungsunfähig werden, so gibt es vom Staat eine Garantie, dass die Spareinlagen gedeckt sind und ausbezahlt werden können.

Energiesparen nach dem Internet-Surfen

Der Strom wird laufend teurer, auch wenn uns die Energiewirtschaft derzeit verspricht, die Preise nicht zu heben.

Eine Möglichkeit, ganz einfach Strom und somit Geld zu sparen, ist die folgende Möglichkeit:

Modem, Router bzw. WLAN-Router benötigen Sie normalerweise nur dann, wenn Sie auch Ihren PC / Laptop eingeschaltet haben und im Internet surfen. Sie können sich zwischen 20 und 50 Euro pro Jahr sparen, wenn Sie das Modem und den Router nach dem Internet-Surfen einfach ausschalten. Somit sparen Sie Strom und tun der Umwelt auch noch Gutes. Auch wenn Sie eine Internet-Flatrate haben, so läuft der Stromzähler trotzdem munter weiter, auch wenn Sie nicht surfen.

Sollte Ihr Gerät keinen Ausschalter besitzen, so empfiehlt es sich, eine Steckdosenleiste mit Schalter zu besorgen und so können Sie alle Geräte auf einmal ein- bzw. ausschalten.

Berufsinformationsmesse Wels

Vom 15. bis 18. Oktober 2008 findet in Wels wieder die größte Berufsinformationsmesse statt. An vier Tagen präsentieren Das Land Oberösterreich, die WKO Oberösterreich und die Arbeiterkammer Oberösterreich auf dem Welser Messegelände ( Halle 1 bis 8 ) die unterschiedlichsten Berufe und Ausbildungen.

Der Eintritt zur Berufsinformationsmesse ‚Jugend und Beruf‘ ist frei!

Die Messe ist ein echter Berufswegweiser, egal ob Lehrausbildung, Schule, Universität oder Fachhochschule.

Das wird geboten:

  • Eine große Anzahl an Lehrberufen wird dargestellt.
  • Verschiedenste Unternehmen informieren über die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Viele Schulen bieten einen Überblick über die schulischen Ausbildungswege
  • Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, etc. informieren.
  • viele allgemeine Berufsinformationen

Weitere Informationen und Anfahrtswege finden Sie unter: http://www.jugend-und-beruf.at

Chat zum Thema „Eisige Zeiten für Energiekosten?!“ auf unternehmerweb.at

Das Thema „Energie sparen“ betrifft jeden einzelnen von uns, egal ob als Privatperson oder als Unternehmer.

Einerseits sind wir alle dazu aufgerufen die Umwelt zu schonen und wirtschaftlich mit der vorhandenen Energie umzugehen, andererseits sollten wir im eigenen Interesse nichts unversucht lassen, um die monatlichen Ausgaben durch die ständig steigenden Energiekosten nicht explodieren zu lassen.

Möglichkeiten zum Energie sparen gibt es reichlich, oftmals sind schon kleine Verbesserungen ausreichend, um erste spürbare Kostensenkungen zu erreichen.

Das „Unternehmerweb“ – Österreichs unabhängige Wissens- und Informationsplattform für Gründer, Jungunternehmer und Unternehmer veranstaltet am Donnerstag, den 16. Oktober 2008 von 17.30 Uhr – 20.00 Uhr, einen interessanten Chat zum Thema: Eisige Zeiten für Energiekosten?! – Kluges Wirtschaften & Kalkulieren durch spürbare Energie- und Heizkostensenkungen!

Die Unternehmerweb Chat-Experten (alphabetische Reihenfolge):

  • Mag. Peter Molnar, Geschäftsführer der oekostrom Vertriebs GmbH
  • Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft
  • Dipl.-HTL-Ing. Johannes Stockinger MSc, Gewerberechtlicher GF der oekoplan Energiedienstleistungen GmbH

Alle weiteren Informationen finden Sie unter: http://www.unternehmerweb.at/chat.php

Um aktiv an den interessanten Diskussionen im Chat teilnehmen zu können, sollte man sich rechtzeitig einen kostenlosen Account einrichten. Wer Fragen zum Thema „Energie sparen“ und „Energiekosten senken“ hat, dem bietet sich eine tolle Möglichkeit mit Experten in diesem Bereich zu kommunizieren.

Sparen beim Gebrauchtwagen kaufen

Alles wird teurer, jedoch ohne eigenem Auto auszukommen, ist nicht so leicht. Es muss ja nicht immer ein neues Auto sein, es gibt auch tolle Gebrauchte. Ich habe Euch hier einige Tipps für den Gebrauchtwagenkauf zusammengeschrieben.

  • Der Treibstoff wird immer teurer. Daher sollten Sie beim Kauf eines Gebrauchtwagens auf jedenfall auf den Treibstoffverbrauch achten. Ein Auto, das in der Anschaffung günstig ist kann beim Verbrauch schön teuer werden.
  • Im Kaufvertrag sollten Sie die mündlichen Zusagen des Händlers niederschreiben lassen.
  • Bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben, sollten Sie auch wirklich sicher sein, dass Sie das Auto zu den vereinbarten Vertragsbedingungen auch kaufen wollen. Ein Rücktritt vom Verkaufsvertrag wird selten kostenlos möglich sein.
  • Einen guten Preisvergleich bietet die sogenannte Eurotax-Liste. So können Sie leicht feststellen, ob der Preis auch dem Marktwert des Autos entspricht. Wenn Sie AK-Mitglied sind, so können Sie mit Ihrer AK-Mitgliedsnummer bis zu 5 Eurotax-Abfragen gratis durchführen. Mehr dazu unter www.ak-konsumenten.info .
  • Eine gute Entscheidung ist es, wenn Sie vor dem Kauf einen Autokauftest von einem der Autofahrerklubs – ÖAMTC, Arbö – durchführen lassen.
  • Bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben, sollten Sie auch die Finanzierung geklärt haben!
  • Finanzierungen, welche von Händlern angeboten werden, sind nicht immer die günstigsten. Vergleichen Sie daher die Finanzierungsangebote von mehreren Banken.
  • Wenn Sie Mängel am Fahrzeug feststellen und es werden Ihnen kostenlose Reparaturen versprochen, so vermerken Sie diese im Kaufvertrag.

Gute Fahrt!

Ist MLM etwas Neues?

Um auf die Frage zu antworten, ob MLM (Multi Level Marketing) etwas Neues ist, gibt es eine eindeutige Antwort: Nein.

MLM als Vertriebsform entstand vor über 70 Jahren in den USA. Seit ca. 1932 (ein genaues Datum gibt es leider nicht) begannen die ersten Unternehmen ihre Produkte über die Schiene Networkmarketing / Multi Level Marketing zu vertreiben. Wer genau als erstes damit begonnen hat, lässt sich nicht mehr sagen. Es streiten sich zwei Firmen (oder sind es gar drei?) über die Urheberschaft von MLM.

Wer hat MLM erfunden?

Es handelt sich dabei um Amway und Tupper. Amway ist heute noch im Multi Level Marketing tätig und zählt sicherlich immer noch zu den größten in der Branche. Tupper ist Hersteller der bekannten Kunststoffdosen, bekannt unter den Namen „Tupperware“. Tupper hat jedoch seit ca. 1955 das Vertriebssystem geändert und betreibt seither ein Empfehlungsmarketing, was aber nicht mehr als Multi Level Marketing bezeichnet werden kann, da kein passives Einkommen erzielt wird. Außerdem ist deren Marketingplan nicht darauf ausgerichtet jeden möglichen ins Geschäft zu bringen. Eine gewisse Selektion gibt es bei Tupper.

Bei der weiteren Entwicklung von Multi Level Marketing als Vertriebsform gab es eine Stagnation bedingt durch den 2. Weltkrieg und den Jahren des Wiederaufbaus. So um 1950 begann zuerst in den USA der Siegeszug von MLM. Innerhalb von nur ein paar Jahren gab es eine Unzahl von Unternehmen, deren Vertrieb über MLM lief.

Seit wann ist Multi Level Marketing auch in Europa von Bedeutung?

Um das Jahr 1963 begann Networkmarketing dann auch in Europa Fuß zu fassen. Ein wirklicher Schub kam aber erst Mitte der 70er. Von da an stieg die Anzahl der Unternehmen, die den Vertriebsweg mittels Multi Level Marketing bestritten, steil bergauf.
Genaue Zahlen oder Statistiken wie viele Unternehmen zur Zeit Multi Level Marketing anbieten gibt es nicht. Dies hängt aber auch damit zusammen das fast jeder Woche neue Unternehmen auf den Markt kommen, gleichzeitig aber auch manche Unternehmen wieder von der Bildfläche verschwinden. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass es zwischen 1200 und 5000 Unternehmen alleine in Europa gibt, die MLM als Vertriebsform nutzen.

Wieviele Produkte werden über MLM verkauft?

Aus dem Jahre 2001 gibt es eine Studie die besagt, dass in Europa mittels Multi Level Marketing rund 3% der Produkte bezogen auf den Gesamtmarkt verkauft werden. Dieser Wert ist vergleichsweise mit den USA eher niedrig, dort liegt der Anteil bei mindestens 15%.
Die Zukunft wird zeigen, ob und in welchen Bereichen Multi Level Marketing andere Vertriebskanäle ablöst. Es scheint so, dass die klassischen Marktsegmente wie Reinigungsmittel, Wellness und Nahrungsergänzung wohl ihren Zenit in Bezug auf neue Unternehmen schon überschritten haben. In den USA erleben Finanzprodukte, Autos aber vor allen Handys zurzeit einen gewissen MLM-Boom. Ob sich dieser Trend auch in Europa fortsetzt, lässt sich nur schwer voraussagen.

Multi Level Marketing ist auf jeden Fall nichts neues (da sollte sich keiner ein Bären aufbinden lassen). Im Großen und Ganzen sind auch die Marketingpläne ähnlich aufgebaut, zumindest sind die Unterschiede gering.

Autor des Gastbeitrages: Peter Leidgen von Blogundbiz.de

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